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Metronom bekommt 14 weitere neue Doppelstockwagen

Rund um die Metropolregion Hamburg steigt das Fahrgastaufkommen seit Jahren immer weiter an. Das ist vor allem zur Hauptverkehrszeit in den Zügen merkbar, wenn viele Pendler unterwegs sind und zum Teil die vorhandenen Kapazitäten schon nicht mehr ausreichen. Daher hat die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) nun 14 weitere Doppelstockwagen für den Einsatz beim Metronom bestellt, die die Lage verbessern und weitere Kapazitäten bieten sollen.

Die neuen Fahrzeuge sollen im Jahr 2022 in den Betrieb gehen. Profitieren werden davon vor allem die Linie RB 31 zwischen Lüneburg und Hamburg und die Linie RB 41 zwischen Bremen und Hamburg. Denn auf diesen Linien sollen die Züge um einen Wagen verlängert werden, sodass die Züge dann mit sieben Wagen und rund 850 Sitzplätzen unterwegs sind.

Damit diese längeren Züge aber auch an allen Haltepunkten auf der Strecke halten können, werden zusätzlich zur Beschaffung der weiteren Fahrzeuge auch noch die Bahnsteige in Klecken und Hittfeld verlängert.

Zudem soll durch die zusätzlichen Wagen ein weiterer Zug in Hamburg als ständige Reserve bereitgestellt werden, sodass beim Metronom schneller und flexibler auf Störungen im Raum Hamburg reagiert werden kann und so bestenfalls weniger Fahrten ausfallen müssen, da in Hamburg entsprechende Reserven bereitstehen. Das soll auch die Zuverlässigkeit beim Metronom weiter erhöhen.

Die neuen Doppelstockwagen stammen dabei vom Hersteller Bombardier und werden mit WLAN, Monitoren für eine moderne Fahrgastinformation und Videoüberwachung ausgestattet. Insgesamt ist es bereits die sechste Lieferserie, die die Landesnahverkehrsgesellschaft seit 2003 bei Bombardier bestellt. Damit wird die landeseigene Gesellschaft dann 246 Doppelstockwagen im eigenen Bestand haben.

Doch auch die älteren Doppelstockwagen sollen in den nächsten Jahren umfassend modernisiert werden. So erhalten sie bis zum Jahr 2026 neben einer neuen Lackierung und neuen Sitzen auch WLAN, Steckdosen, neue Monitore für die Fahrgastinformation, eine Videoüberwachung, verbesserte Toiletten und eine komplett neue Beleuchtung. Dadurch werden in den nächsten Jahren auch die älteren Doppelstockwagen deutlich mehr Komfort bieten und ebenfalls zu einem besseren Nahverkehr beitragen.

Das Besondere an diesen Zügen ist dabei, dass die Züge selbst nicht Metronom gehören, sondern der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen und damit dem Land Niedersachsen. Diese landeseigene Gesellschaft stellt dann den Betreibern der Nahverkehrslinien die Züge zur Verfügung, die dadurch meist keine eigenen Fahrzeuge anschaffen müssen. So wird es auch bei den 14 neuen Doppelstockwagen sein, die in Zukunft beim Metronom zum Einsatz kommen werden.

Ob diese 14 zusätzlichen Wagen allerdings auch wirklich für eine spürbare Entlastung sorgen werden, bleibt abzuwarten. Denn gerade zu Hauptverkehrszeiten und bei Sperrungen der Hamburger S-Bahn würden oftmals noch deutlich mehr Kapazitäten und dichtere Takte benötigt. Das Problem dabei ist allerdings, dass dafür eigentlich auch die Strecken ausgebaut werden müssten, die im Hamburger Raum nicht mehr viele zusätzliche Züge aufnehmen können.

Insgesamt können sich die Pendler aus dem Süden von Hamburg und aus Niedersachsen aber auf weitere neue Wagen beim Metronom freuen, die in Zukunft für mehr Komfort und weitere Kapazitäten auf den Linien des Metronom sorgen werden und somit auch in den Hauptverkehrszeiten für eine angenehmere Fahrt sorgen sollen. Ob dabei die 14 weiteren Wagen ausreichen werden oder noch weitere Kapazitäten nötig sind, wird sich dann sicherlich noch zeigen.

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