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Fernbus: National Express plant Fusion mit Stagecoach

Europaweit gilt mittlerweile Flixbus nach langen Jahren des harten Wettbewerbs als Marktführer im Fernbus-Bereich. Doch in Großbritannien könnte nun ein neuer großer Konkurrent entstehen. Der britische Anbieter National Express, der hierzulande auch Regional-Bahnen betreibt, plant nämlich eine Fusion mit dem Wettbewerber Stagecoach, der 2009 noch National Express übernehmen wollte.

Im Rahmen der Fusion der beiden Unternehmen soll National Express 75 Prozent der Anteile an Stagecoach übernehmen. Die übrigen 25 Prozent sollen bei den bisherigen Aktionären von Stagecoach bleiben. Durch die Fusion sollen die Kosten der Unternehmen stark gesenkt werden und Depots und Routen künftig gemeinsam genutzt werden. Damit will man den Raum für neue Investitionen schaffen und die eigene Flotte modernisieren.

Denn im Vergleich zu Flixbus setzt Stagecoach nicht auf Partner, die die Busse besitzen und betreiben, sondern hat selbst etwa 8.500 Busse und 25.000 Mitarbeiter. Bei National Express sind es weltweit sogar mehr als 20.000 Fahrzeuge und über 48.000 Mitarbeiter. National Express ist damit nicht nur der größte Fernbus-Anbieter des Landes, sondern auch der zweitgrößte Betreiber von Schulbus-Verkehren. Insgesamt sind beide Unternehmen keine reinen Fernbus-Anbieter, sondern betreiben beide mittlerweile auch verschiedene Bahn-Verbindungen und regional Bus-Verkehre.

Im Jahr 2013 stieg National Express zudem mit der Marke city2city in den deutschen Fernbus-Markt ein und wollte damals Marktführer werden. Doch bereits im Oktober 2014 verabschiedete man sich wieder aus dem Markt und war damit einer der ersten großen Anbieter, die sich nach der Öffnung des Fernbus-Marktes in Deutschland wieder zurückzog. Aber auch Stagecoach war unter der Marke Megabus im deutschen und europäischen Fernbus-Markt aktiv bis die Sparte 2016 vom Konkurrenten Flixbus übernommen wurde.

Letztendlich würde durch den Zusammenschluss der beiden Unternehmen in Großbritannien ein großes neues Verkehrsunternehmen im Fernbus-Bereich entstehen. Ein erneuter Anlauf gegen Flixbus im europäischen Fernbus-Markt anzutreten ist jedoch eher nicht zu erwarten. Vielmehr wird man sich auf seine bestehenden Geschäftsfelder konzentrieren, wo man durch die Pandemie noch genug große Aufgaben vor sich hat.

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