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Fernbus: Flixbus und Shell kooperieren bei alternativen Kraftstoffen

Veröffentlicht am 29. November 2022 | Lesedauer: 3 Minuten

Fernbusse gelten bereits heute als eines der umweltfreundlichsten Verkehrsmittel. Dennoch arbeitet Flixbus bereits seit einiger Zeit daran, dass die bisher hauptsächlich mit Diesel betriebenen Fernbusse künftig auch mit alternativen Antriebsarten unterwegs sein könnten und dadurch noch umweltfreundlicher werden. So wurden in der Vergangenheit bereits Elektrobusse und Biogas-Busse im Linienbetrieb getestet. Nun geht man einen weiteren Schritt in diese Richtung und ist eine umfassende strategische Partnerschaft mit Shell eingegangen. Gemeinsames Ziel der beiden Unternehmen sei dabei den Einsatz von alternativen Kraftstoffen im Fernbusverkehr voranzutreiben und gemeinsam neue Lösungen zu entwickeln.

Als erstes Ziel dieser gemeinsamen Partnerschaft möchten Flixbus und Shell nun die Einführung von Bio-LNG vorantreiben. Dazu sollen in den nächsten zwei Jahren rund 50 Fernbusse von Flixbus auf einen Betrieb mit Bio-LNG umgestellt werden. Das Bio-LNG soll dabei aus landwirtschaftlichen Abfallstoffen produziert werden. Dadurch könnten die CO2-Emissionen deutlich reduziert werden und zu einem stärkeren Recycling von Abfallstoffen beigetragen werden. Flixbus sehe hier durchaus Potential für einen umfassenden Einsatz dieser Technologie im eigenen Netz.

Die beiden Unternehmen wollen sich jedoch nicht nur auf Bio-LNG beschränken. Vielmehr sollen auch noch andere Lösungen wie Wasserstoff und Strom für den Einsatz im Fernbusverkehr untersucht und weiterentwickelt werden. Zudem solle die nötige Infrastruktur geschaffen werden, um eine Transformation der gesamten Busflotte überhaupt erst zu ermöglichen. Da beide Unternehmen zudem auch international aktiv sind, sehen beide Unternehmen großes Potential in der gemeinsamen Planung für diese Infrastruktur.

In den kommenden Jahren dürfte es daher durchaus interessant zu beobachten sein, welche Ergebnisse sich aus dieser Zusammenarbeit der beiden Unternehmen ergeben und wie diese dann auch im echten Linienbetrieb umgesetzt werden. Denn bekanntlich gehören die grünen Fernbusse gar nicht Flixbus selbst, sondern den Partnern, die die eigentlichen Fahrten durchführen, während Flixbus hauptsächlich für die Planung, das Marketing und den Vertrieb zuständig ist. Flixbus hat also selbst gar keine Fernbusse, die umweltfreundlicher ausgerüstet werden könnten, sondern muss dazu mit den Partnern zusammenarbeiten, was sicherlich in einigen Fällen eine weitere Herausforderung sein dürfte.

Am Ende ist es aber in jedem Fall zu begrüßen, dass Flixbus und Shell gemeinsam daran arbeiten, dass der Fernbusverkehr in Zukunft noch umweltfreundlicher unterwegs ist und damit weitere CO2-Emissionen eingespart werden können. Das dürfte sicherlich auch bei einigen Kunden gut ankommen und passt zu der bisherigen Positionierung als umweltfreundliches Verkehrsmittel.

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