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Deutsche Bahn stellt IC-Bus zum Jahresende ein

Es ist erst wenige Jahre her, dass der Fernbusmarkt in Deutschland liberalisiert wurde und daraufhin zahlreiche Anbieter auf den Markt drängten und der Deutschen Bahn die Kunden streitig machen wollten. Als Gewinner stellte sich am Ende Flixbus heraus, die durch zahlreiche Übernahmen die Marktführerschaft übernahmen. Doch auch die Deutsche Bahn wollte in diesem Markt mitmischen und bot unter der Marke IC-Bus eigene Fernbus-Verbindungen an. Zum Jahreswechsel wird man dieses Angebot aber nun einstellen.

Zuletzt gab es noch auf vier Linien einen IC-Bus, nachdem das Angebot in den letzten Jahren bereits Stück für Stück weiter heruntergefahren worden ist. Daher zeichnete sich bereits ein Ende ab. Zum Jahreswechsel zieht man dann aber eben endgültig einen Schlussstrich unter dieses Kapitel und zieht sich damit aus dem Fernbus-Markt in Deutschland zurück.

Neben dem IC-Bus betrieb die Deutsche Bahn vor einigen Jahren unter der Marke BerlinLinienBus zudem noch ein weiteres Fernbusangebot, das allerdings bereits im Jahre 2016 eingestellt worden ist und ursprünglich in Teilen von IC-Bus weitergeführt werden sollte, was letztendlich allerdings auch scheiterte.

Bis zum Jahresende wird IC-Bus die Linien Leipzig – Prag, Mannheim – Heidelberg – Prag, Mannheim – Frankfurt – Prag und München – Zürich noch weiter bedienen. Ab dem neuen Jahr werden Fahrgäste für diese Strecken dann auf Flixbus oder die Bahn zurückgreifen müssen. Bei vielen Strecken ergeben sich mit der Bahn jedoch deutliche Fahrzeitverlängerungen. Denn gerade die letzten verbleibenden Strecken wurden vor allem auf Strecken angeboten, die mit der Bahn nicht sonderlich gut erschlossen sind.

Über die Einstellung des Angebotes dürfte sich hierzulande Flixbus freuen, die derzeit bereits auf einen Marktanteil von etwa 95 Prozent kommen. Zumal der relativ neue Konkurrent BlaBlaBus gerade erst ankündigte, dass er sein Geschäft bis zum nächsten Frühjahr auch erst einmal einstellen werde. Damit wird der deutsche Fernbus-Markt weitgehend Flixbus überlassen. Zwar gibt es mit Anbietern wie Pinkbus oder Roadjet zwar noch Konkurrenten, aber diese haben bisher noch kein umfassendes Streckennetz, um groß auf dem Markt präsent zu sein, sondern bedienen bisher nur einzelne Verbindungen.

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