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Hamburg

Ioki feiert ersten Geburtstag und zieht positive Bilanz

Veröffentlicht am 16. Juli 2019 | Lesedauer: 3 Minuten

Vor einem Jahr ging in Hamburg der Shuttle-Service Ioki an den Start, der gemeinsam von der Deutschen Bahn und den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) betrieben wird. Mit Ioki sollen die schlechter angebundenen Stadtteile Lurup und Osdorf besser an das bestehende ÖPNV-Netz angeschlossen werden. Nach dem ersten Jahr ziehen die Betreiber nun eine positive Bilanz und kündigen eine Ausweitung des Dienstes auf neue Stadtteile an.

So wurden im ersten Jahr bei über 160.000 Fahrten mehr als 215.000 Fahrgäste transportiert. Die Fahrten führen dabei in der Hälfte der Fälle zu einer Haltestelle der S-Bahn oder des Busses. Dort steigen die Fahrgäste dann auf andere Transportmittel um, um ihr eigentliches Ziel zu erreichen.

Anfangs wurde für die Fahrten mit Ikoi dabei lediglich ein HVV-Ticket benötigt. Das führte offenbar dazu, dass Jugendliche sich zum Spaß durch die Stadt fahren ließen und damit Kapazitäten des Dienstes gebunden haben, die andere Kunden eventuell eher gebraucht hätten, die dafür dann länger warten mussten. Mittlerweile müssen Fahrgäste jedoch einen Euro für ihre Fahrt zahlen, was zu einer deutlichen Abnahme der Fahrten geführt hat. Dadurch müssen Ioki-Nutzer nun aber nur noch maximal fünf Minuten auf ihr Fahrzeug warten.

Eingesetzt werden dabei insgesamt 20 weiße Fahrzeuge, die sehr an Taxen in London erinnern und damit auch sehr auffällig im Stadtbild sind. Aufgrund des Erfolges im ersten Jahr sollen diese Fahrzeuge ab August dann auch in Billbrook anzutreffen sein. Denn dorthin wird das Geschäftsgebiet nun erweitert, um auch die dortigen Einwohner und Angestellten bequemer an ihr Ziel zu bringen.

Für die Nutzung des Dienstes ist dabei lediglich eine App erforderlich. Dort muss man sich registrieren und kann anschließend seinen Start- und Zielort angeben und eine Fahrt buchen. Daraufhin wird einem direkt angezeigt, wann und wo man abgeholt wird. So wird auch der aktuelle Standort des Fahrzeuges live angezeigt. Bezahlt wird dabei bequem per Apple Pay oder per Kreditkarte. Während der Fahrt können ähnlich wie bei MOIA oder CleverShuttle weitere Fahrgäste zusteigen, die eine ähnliche Strecke haben. So können Fahrten gebündelt werden und Anfragen besser bedient werden.

Damit funktioniert Ioki sehr ähnlich wie MOIA und CleverShuttle. Der große Unterschied ist allerdings, dass nur ein sehr begrenztes Gebiet bedient wird und die Fahrten bis auf einen kleinen Aufpreis von einem Euro über den HVV-Tarif abgerechnet werden.

Spannend wird nun werden, ob sich der Erfolg auch in dem erweiterten Geschäftsgebiet fortsetzt. Dann ist in Zukunft sicherlich auch eine weitere Ausweitung auf andere Stadtteile denkbar, die ebenfalls einen nicht ganz so guten Anschluss an das ÖPNV-Netz haben. Gerade für diese Stadtteile und Gebiete dürften Dienste wie Ioki eine enorme Erleichterung darstellen und dazu beitragen, dass Einwohner vielleicht auch vom eigenen Auto auf den öffentlichen Verkehr umsteigen. Die Innenstadt und gut angebundene Stadtteile dürften hingegen auch in Zukunft von zahlreichen anderen Diensten mehr als genug abgedeckt sein, sodass ein Ioki in diesen Gegenden wohl nicht auftauchen wird.

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