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Deutsche Bahn erhöht Preise für Sitzplatzreservierungen

Veröffentlicht am 31. Mai 2024 | Lesedauer: 3 Minuten

Fast genau ein Jahr ist es her, dass die Deutsche Bahn die Preise für Sitzplatzreservierungen angehoben hat, nachdem die Preise im Jahr zuvor ebenfalls schon erhöht wurden. Nun verkündete die Deutsche Bahn, dass die Preise für die Reservierung eines Sitzplatzes in diesem Jahr erneut angehoben werden. Konkret steigen die Preise dabei ab dem 9. Juni auf 5,20 Euro für eine Reservierung in der zweiten Klasse und 6,50 Euro für eine Reservierung in der ersten Klasse. Damit wird es in der zweiten Klasse 30 Cent teurer und in der ersten Klasse insgesamt 60 Cent teurer. Bis zum 9. Juni gelten noch die bisherigen Preise.

Hintergrund für die steigenden Preise dürften die steigenden Kosten bei der Deutschen Bahn und die angespannte finanzielle Lage sein. Denn durch Inflation, gestiegene Personalkosten und eine generelle angespannte wirtschaftliche Lage, muss auch die Deutsche Bahn nochmal stärker auf die eigenen Finanzen schauen. Durch eine Preiserhöhung für Sitzplatzreservierungen umgeht man zudem auch die Anhebung der Ticket-Preise. So können mit günstigen Ticket-Preisen weiterhin Kunden gewonnen werden.

Auf der anderen Seite wird es für Reisende damit im zweiten Schritt nun nochmal ein gutes Stück teurer. Denn gerade zu den anstehenden Ferien-Zeiten im Sommer und der anstehenden EM lohnt sich eine Reservierung auf vielen gut ausgelasteten Strecken durchaus, wenn man sichergehen möchte, dass man auch wirklich einen Sitzplatz bekommt.

Für Reisende gibt es durchaus aber auch Möglichkeiten, um die Preiserhöhungen zu umgehen. Denn bei der ÖBB, der österreichischen Bundesbahn, kann man auch Sitzplätze für Züge in Deutschland reservieren. Gleiches geht auch bei tschechischen Bahn (CD). Bei beiden kostet eine Sitzplatzreservierung weiterhin nur knapp drei Euro. Bedenken muss man dabei nur, dass die Gebühr dabei pro Zug anfällt. Steigt man auf seiner Reise also um und nutzt zwei verschiedene Züge auf seiner Reise, liegt man bei sechs Euro für die Reservierung. Zudem kann man oftmals keinen konkreten Sitzplatz auswählen, sondern bekommt diesen zugeteilt. Braucht man aber keine freie Wahl des Sitzplatzes und nutzt ohnehin nur einen Zug, kann sich die Reservierung bei der ÖBB oder der CD lohnen, um ein paar Euro zu sparen.

Letztendlich werden damit aber ab dem 9. Juni Sitzplatzreservierungen bei der Deutschen Bahn nochmals teurer, was für viele Reisende höhere Preise für ihre Fahrten bedeuten dürfte. Viele Reisende, die schon bei den aktuellen Preisen gezögert haben, einen Platz zu reservieren, werden bei den höheren Preisen dann sicherlich noch eher zögern. Das dürfte bei vielen Reisenden dann auch zu mehr Unzufriedenheit führen, wenn sie sich wegen der höheren Preise gegen eine Reservierung entscheiden und am Ende keinen Sitzplatz mehr im Zug bekommen oder sich während der Fahrt mehrfach einen neuen Platz suchen müssen.

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