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Hamburg

Hamburg: hvv will Preise um durchschnittlich 1,3 Prozent erhöhen

Veröffentlicht am 24. Oktober 2021 | Lesedauer: 3 Minuten

Bereits Anfang des Jahres hatte der Hamburger Verkehrsverbund (hvv) die Preise um durchschnittlich 1,4 Prozent angehoben. Nun scheint jedoch eine weitere Preiserhöhung anzustehen. Zumindest steht in der kommenden Woche eine entsprechende Vorlage beim Hamburger Senat zur Entscheidung an. Der Grund für die Preiserhöhung soll in den gestiegenen Kosten liegen.

So teilte der hvv mit, dass vor allem die Kosten für Treibstoff und Energie gestiegen seien und entsprechend ausgeglichen werden müssten. Die Kunden sollen dabei jedoch nur einen kleinen Teil der Mehrkosten tragen. Der größte Teil soll vom Steuerzahler getragen werden. Die genaue Verteilung sei jedoch eine politische Entscheidung.

Kritisiert werden die Pläne der erneuten Preiserhöhung unter anderem von den Linken. So könne man durch eine erneute Preiserhöhung keine Kunden zurückgewinnen, die während der Pandemie verloren gegangen seien. Vielmehr müsse man den Kunden attraktive Angebote wie ein 365-Euro-Ticket machen, um die Kunden zu entlasten und sie von dem Angebot zu überzeugen. In anderen Regionen in Deutschland war zuletzt auch auf eine Preiserhöhung für die Kunden verzichtet worden, um die Kunden nicht weiter zu belasten und dafür neue Kunden zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu bewegen.

Die geplante Preiserhöhung soll sich dabei quer durch das Fahrkartenangebot des hvv ziehen. Lediglich wenige Tickets wie die Einzeltickets für die Kurzstrecke oder den Nahbereich sollen offenbar nicht teurer werden, nachdem man diese bei der letzten Preiserhöhung bereits deutlich erhöht hatte. Überraschend ist dabei auch, dass die Fahrkarten für Schüler und Auszubildende ebenfalls im Schnitt um 1,3 Prozent teurer werden sollen, obwohl im Koalitionsvertrag der SPD und der Grünen eigentlich festgelegt wurde, dass die Preise für Schülerkarten bis 2025 schrittweise bis auf 0 Euro sinken sollen.

Ob die geplante Preiserhöhung aber wirklich so kommen wird, wird sich in der kommenden Woche entscheiden, wenn der Hamburger Senat über den entsprechenden Vorschlag abstimmt. Gültig wären die neuen Preise dann voraussichtlich wieder ab dem 1. Januar 2022.

Bei den Kunden dürfte eine erneute Preiserhöhung allerdings in diesem Jahr zu noch mehr Ärger führen als ohnehin schon zu erwarten wäre, nachdem der hvv in den letzten Wochen ein komplett neues Erscheinungsbild mit neuer App und neuen Werbekampagnen präsentierte. Gerade die neue App ist für viele Kunden dabei ein großer Rückschritt und das neue Auftreten aus Sicht vieler Kunden herausgeschmissenes Geld, das sinnvoller hätte investiert werden können. In diesem Umfeld dann noch eine Preiserhöhung anzukündigen, dürfte dann erneut für viel Kritik sorgen, die ebenfalls nicht gerade förderlich ist, wenn man eigentlich mehr Kunden für sich gewinnen möchte.

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