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Oply: Carsharing-Dienst stellt Betrieb Ende Februar ein

Veröffentlicht am 4. Februar 2020 | Lesedauer: 2 Minuten

In der Welt der Sharing-Dienste ist derzeit eine Menge im Wandel. Allerdings gibt es bei vielen Anbietern nicht unbedingt positive Nachrichten zu vermelden. Und nun ereilt dieses Schicksal auch den beliebten Carsharing-Dienst Oply, der seinen Betrieb Ende Februar trotz hoher Nachfrage unfreiwillig einstellen muss.

Grund für das schnelle Ende des Dienstes ist eine geplatzte Finanzierungsrunde. So habe Oply zwar ein starkes Wachstum und hohe Kundennachfrage vorzuweisen, aber eine neue Finanzierung ist nun eben nicht zustande gekommen. Diese wäre jedoch für den weiteren Betrieb notwendig gewesen. Dennoch endet die Geschichte von Oply nicht mit einer Insolvenz. Stattdessen soll das Unternehmen nun sauber abgewickelt werden.

Oply war zuletzt in den drei Städten Hamburg, München und Berlin mit insgesamt rund 510 Fahrzeugen aktiv. Dabei setzte man auf ein Konzept der Nachbarschaft, sodass die Fahrzeuge immer in Gebieten stationiert waren und auch nur dort ausgeliehen und zurückgegeben werden konnten. Dadurch sollten die Kunden immer nur wenige Minuten bis zum nächsten Fahrzeug laufen müssen und die Nachteile eines komplett freien Free-Floating-Systems wurden minimiert. Begeistern konnte man davon zuletzt etwa 60.000 Kunden.

Doch am 27. Februar ist dann Schluss bei Oply. Das trifft vor allem die 50 Mitarbeiter des Unternehmens. Davon befinden sich 30 in Berlin und 20 in Luxemburg. Denn Oply gehört zu einem luxemburgischen Unternehmen. Bei diesem ist wiederum der chinesische Automobilkonzern SAIC der größte Anteilseigner, der offenbar ebenfalls nicht weiter investieren wollte.

Aber auch bei anderen Carsharing-Unternehmen sieht es nicht viel besser aus. So haben Daimler und BMW ihre Angebote Car2Go und DriveNow fusioniert, um Synergien nutzen zu können und einen zukunftsfähigen Dienst zu gestalten. Aufgrund der hohen Verluste wurde der Dienst danach jedoch zusammengestrichen und in zahlreichen Städten und vor allem in Nordamerika eingestellt. Dadurch ging auf einen Schlag ein Viertel der Kunden verloren. Da ist es nicht verwunderlich, wenn auch Oply auf diesem Markt zurückstecken muss. Auch, wenn das für die Kunden natürlich sehr schade ist, die den Dienst offenbar sehr gerne genutzt haben.

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