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MOIA zieht positive Bilanz einem halben Jahr in Hamburg

Veröffentlicht am 17. Oktober 2019 | Lesedauer: 3 Minuten

Knapp ein halbes Jahr ist nun der Start von MOIA in der Hansestadt her. Und seitdem hat sich eine Menge getan. So hat sich nicht nur CleverShuttle als einer der größten Konkurrenten verabschiedet, sondern es sind auch andere Anbieter wie Uber und FreeNow hinzugekommen. Dennoch zieht MOIA nun eine sehr positive Bilanz nach dem ersten halben Jahr in Hamburg und blickt trotz einiger Hindernisse beim Aufbau des Dienstes auf ein starkes Wachstum in dieser Zeit zurück.

So haben mittlerweile mehr als 260.000 Kunden die App des Ride-Sharing-Dienstes installiert. Zudem wurden in Hamburg seit dem Start schon 770.000 Fahrgäste transportiert. Dabei stiegen die monatlichen Zahlen stark an. So fuhren im Mai zum Start lediglich 92.000 Fahrgäste mit den auffälligen Wagen durch die Start, während im September bereits 159.000 Fahrgäste mitgenommen wurden. Und in der ersten Oktober-Hälfte lag die Zahl bereits bei 86.000 Passagieren, sodass im Oktober ein weiterer Anstieg zu erwarten ist.

Mittlerweile sind von den gold-schwarzen Fahrzeugen bereits 200 Stück auf den Straßen von Hamburg unterwegs. Dazu eröffnete man auch schon einen zweiten Hub und kündigte eine weitere Anlaufstelle zum Aufladen der Fahrzeuge an. Bis zum Ende des nächsten Jahres will man die Flotte sogar auf 500 Fahrzeuge ausbauen. Dann sollen auch 1.500 Fahrer für MOIA arbeiten. Und erst dann kann man laut MOIA den Dienst auch wirklich effizient anbieten.

Bisher fahren die Fahrzeuge nämlich häufig leer oder nur mit einem Fahrgast durch die Stadt. So liegt die Sharing-Quote derzeit nur bei etwa 60 Prozent. Das ist zwar nicht schlecht im Vergleich zu anderen Anbietern, die von solchen Zahlen noch weit entfernt sind, aber dennoch noch weiter ausbaufähig.

Bis zum Ende des nächsten Jahres will man außerdem das Geschäftsgebiet von 200 Quadratkilometern auf 300 Quadratkilometer ausdehnen und so auch noch mehr Kunden bedienen. Gleichzeitig wird der Dienst und seine Auswirkungen auf den Verkehr in der Stadt weiter wissenschaftlich begleitet. Im nächsten Jahr sollen dann auch die ersten Erkenntnisse über Veränderungen im Verkehr in der Stadt vorliegen.

Spannend dürfte aber auf jeden Fall werden wie sich der Dienst weiter entwickelt und wie viele Kunden man noch für sich gewinnen kann. Andere Anbieter in der Stadt bemerken die Konkurrenz aber auf jeden Fall. So beklagten Taxi-Unternehmer bereits einen Umsatzrückgang von etwa 15 Prozent, da die Kunden lieber MOIA als ein Taxi nutzten.

Bei den Kunden kommt der neue Sharing-Dienst nämlich sehr gut an. So ist er nicht nur günstiger als ein normales Taxi, sondern überzeugt auch noch mit komfortablen Fahrzeugen, einer einfachen Buchung und transparenten Bezahlung. Daher sind zu Stoßzeiten und an den Hotspots der Stadt die Fahrzeuge auch immer besonders gut ausgelastet und die Kunden äußerst zufrieden.

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